CleverShuttle

Nachdem man jahrelang dachte, Carsharing würde zu weniger Verkehr und mehr freien Flächen führen, ist inzwischen eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Was gemeinhin unter Carsharing verstanden wird, sind “Free-floating” Anbieter, die es dem Kunden erlauben, ein Auto an Punkt A zu mieten und es an Punkt B wieder abzustellen. Diese Angebote werden allerdings meist zusätzlich zum eigenen Auto genützt, wenn dieses gerade nicht verfügbar ist. Der Autoindustrie dienen diese Angebote vor allem, um neue Modelle im großen Stil zu testen und zu präsentieren und Anbieter wie Sixt nehmen das Geschäft mit, weil sie es gewohnt sind, große Flotten zu managen. Ob ich aber nun im eigenen Auto oder im DriveNow hocke – dem biblischen Stau in der Leipziger Straße tut das keinen Abbruch. Ich habe vielleicht ein schickeres Auto – aber ich brauche trotzdem eine gefühlte Stunde vom Potsdamer Platz bis zum Alex.

 

Die einzig sinnvolle Methode, den Verkehr einzudämmen, ist es, mehrere Leute mit der gleichen Strecke in ein größeres Taxi zu packen. In Ländern wie Südafrika ist so etwas gang und gäbe. Man winkt einfach ein Taxi heran, sagt dem Fahrer, wo man hin will und der gibt einem Bescheid, ob er einen noch mitnehmen kann, ohne einen besonders großen Umweg zu fahren – oder eben nicht. In Deutschland war so diese lässige Methode bis vor kurzem unvorstellbar – bis ein paar findige Nerds darauf gekommen sind, dass man die Kopfrechnerei des Fahrers durch einen Algorithmus abbilden könnte, der dem Kunden vor Fahrtantritt sagt, wie lange die Fahrt dauert und die Fahrten automatisch bündelt.

 

Statt “Ruftaxi” heißt das Ganze nun “Ridesharing” und ist im Moment der heiße Scheiß im Carsharing Markt. Im hart umkämpften Berliner Carsharing-Markt wimmelt es nur so von Unternehmen, die von sich behaupten, der heiße Scheiß zu sein – aber das RideSharing-Startup CleverShuttle ist es tatsächlich. Und ich durfte den neuen Imagefilm für CleverShuttle machen.

 

Zusammen mit dem ebenso großartigen wie bärtigen Kameramann Baldur Eythorsson habe ich zwei Tage in Berlin gedreht (Co-Regie J.Reich) und die letzten Augenblicke dieses, ja, man muss es sagen, großartigen Sommers mitgenommen. Herausgekommen ist ein ziemlich cooler Film für ein sehr cooles Unternehmen.

 

Das Passwort, um den Film anzusehen, ist “Showreel”