The Interview

Selten ist ein Filmstart von einem derartig politisch aufgeladenen Kreuzfeuer begleitet worden, wie Seth Rogens “The Interview”. Angeblich sind nordkoreanische Hacker in das Netzwerk von Sony eingedrungen und sollen für den Fall, dass der Film anlaufen würde, mit Anschlägen gedroht haben, angeblich hat die NSA daraufhin das nordkoreanische Internet lahmgelegt. Sicher ist nur, dass Sony den Start des Films zunächst auf Eis gelegt hat und sicher ist ebenfalls, dass der amerikanische Präsident persönlich in seiner Weihnachtsansprache erklärte, dass es die patriotische Pflicht der Amerikaner sei, sich den Film in den wenigen Kinos anzuschauen, die ihn patriotischerweise dann doch zeigten.

Ist irgendetwas davon – von der Weihnachtsansprache abgesehen – tatsächlich passiert oder war das nur ein genialer PR-Coup von Sony? Man weiß es nicht.

Am 5. Februar 2015 lief der Film jedenfalls in Deutschland an und das Kreuzfeuer ging in die nächste Runde. So ist die Berlinale mit angeblich “martialischen Worten” (lt. Spiegel Online) “aufgefordert worden”, den Film nicht zu zeigen. Dass die Berlinale dies überhaupt nicht vorhatte, spielte dabei offenbar keine Rolle.

Anlässlich dieses Filmstarts hat die großartige Wochenzeitung “Der Freitag” ein sehr informatives und erfreulich unaufgeregtes Special zu nordkoreanischen Bilderwelten gemacht, für das ich einen kleinen Artikel über die Massgames schreiben konnte, nebst einem kleinen Einblick in das Selbstverständnis der Nordkoreaner, exemplarisch veranschaulicht anhand zweier Fotos. Vielleicht gibt das ein wenig Kontext zu all dem PR-Getöse…

Die beiden pdfs zu den Artikeln findet man hier und hier.

Den Link auf die Seite des “Freitag” findet man hier.

Interview (Symbolbild), Foto “Diktiergerät” von Stephan Röhl für Heinrich Böll Stiftung unter CC BY-SA 2.0

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