The Photographs That Moved Them Most

Dass sich Nordkoreas Diktator Kim Jong-un und US Präsident Donald Trump im Winter 2017/18 in den Haaren lagen, ist eine leichte Untertreibung. Kim nahm Trumps Drohungen zum Anlass, im Wochenrhythmus neue Raketentests zu veranstalten und ließ Trump von seiner Propaganda darauf hinweisen: “the entire United States is within range of our nuclear weapons, and a nuclear button is always on my desk. This is reality, not a threat.” Trump reagierte darauf wie es nur Trump kann, drehte seine täglichen Schmähungen und Drohungen noch weiter auf, beschimpfte Kim als “little rocket man”, drohte mit totaler atomarer Vernichtung und wies Kim persönlich darauf hin, dass sein nuclear button “bigger und more powerful” sei, als der von Kim Jong-un.

Nun besteht allgemeine Einigkeit darin, dass ein Porzellanladen ein schlechter Ort für einen Elefanten ist. Wenn sich jedoch zwei Elefanten erbittert darüber streiten, wer von ihnen nun den größeren Rüssel hat, ist es um Porzellanladen wirklich schlecht bestellt und selbst die Berater von Wut-Präsident Trump waren sich im Herbst darüber einig, dass ein winziger Fehler der präsidialen Elefanten genügte, um den sensiblen Frieden nicht nur im fernöstlichen Porzellanladen zu zerlegen, sondern mit ihm gleich die ganze Welt in den nuklearen Holocaust zu reißen.

Das altehrwürdige “Time Magazine” ist über diesen Streit so erschrocken, dass sie zu dieser Zeit damit begonnen haben, ein Nordkorea Special zusammenzustellen. Sie wollten den Lesern quer durch den Furor und die düsteren Drohungen einen Blick hinter die Kulissen Nordkoreas erlauben und suchten nun weltweit nach Fotografen, welche die Gelegenheit gehabt hatten, den geheimnisvollen Vorhang, der Nordkorea bis heute umgibt, ein Stück weit zu lüften. Bei dieser Suche ist die Redaktion auf mich gestoßen und hat mich gebeten, ihnen das Foto aus Nordkorea zu schicken, das mich bei meinen Reisen am meisten bewegt hat. Ich habe ihnen dann zwei geschickt und lange nichts gehört. Mittlerweile ist das Special jedoch erschienen – und nachdem der nukleare Holocaust zumindest für den Moment wieder vom Tisch ist und die beiden koreanischen Präsidenten in schönster Harmonie gemeinsam die Grenze überschreiten und sich gegenseitig nicht mehr mit Drohungen, sondern mit Freundlichkeiten überschütten, könnt ihr die wunderschöne Strecke in Ruhe genießen.

Unten findet ihr meinen Auszug aus dem Special.

Und hier den Link zum ganzen Artikel auf der Website von Time.

 

 

 

 



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