Alien-Update

Nachdem mein bayerisches Science-Fiction-Großprojekt “Aliens in Oberbayern” letzes Jahr überraschend Drehbuchförderung durch den FilmFernsehFonds Bayern bekam, habe ich als erstes eine lange Recherche-Tour durch Bayern gemacht, meine bayerischen Lieblings-Plätze von der wunderbar bizarren Erdfunkstelle Raisting bis zur wahnsinnig schönen Walhalla bei Regensburg abgeklappert und zahlreichen Historikern, Archäologen, Trachtenforschern , sowie – man glaubt es kaum – echten und tatsächlichen Trachtlern ein Loch in den Bauch gefragt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle Gesprächspartner für ihre Geduld, das hat mir wirklich wahnsinnig geholfen. Dergestalt bayerisch eingegroovt habe ich mich zusammen mit dem Dramaturgen Lasse Nolte in zwei langen Dramatugie-Sessions hingesetzt, den Stoff neu strukturiert, umgebaut, radikal entschlackt, modernisiert und dabei wesentlich jünger und cooler gemacht. Unser Ansatz war, die Welt der Aliens so zu lassen, wie sie in der ersten Fassung beschrieben war, sie jedoch durch die Brille von zwei jungen YouTubern zu erkunden, die versehentlich über das größte Geheimnis Bayerns stolpern. Bis wir uns durch die Berge an bestehendem Material gebaggert hatten und zum Kern der Geschichte vorgestoßen sind, hat es zwar eine Weile gedauert, aber ich werde nie den Moment vergessen, in dem wir den entscheidenden Gedankenblitz hatten, wie wir die alten Zöpfe der ersten Fassung radikal abschneiden und einen komplett neuen Blick auf das Material bekommen können. An dieser Stelle nochmal danke  an Lasse für die viele Mühe und die tolle Beratung, um die “Knöpfe” (außerhalb Bayerns bekannt als “Knoten”) im Kopf zu lösen. Das hat sehr geholfen.

Herausgekommen ist nach viel Hosenboden-Wetzerei, blutig getippten Fingern und diversen vollgekritzelten Boards (siehe Fotos) eine erste Drehbuchfassung, die schon jetzt einen wahnsinnigen Zug hat, eine emotionale Tour de force der beiden Hauptfiguren Bene und Stefan quer durch Bayern auf der Suche nach Benes verschwundenem kleinen Bruder Falk, an deren Ende die Antwort auf die Fragen aller Fragen steht: sind die Bayern von dieser Welt?

Mit dieser Fassung ziehen wir jetzt los, sprechen mit potentiellen Partnern, holen uns Feedback, dann schreibe ich im Juni nochmal zusammen mit Lasse eine polishing-Fassung und dann mögen uns die bayerisch-außeridrischen Götter gnädig sein, dass daraus endlich ein Film wird. Vielleicht legt ja der Kini droben in der echten bayerischen Walhalla ein gnädiges Wort für uns ein, schließlich räumt der Film ein für alle Mal mit dem Märchen um seinen angeblichen “Selbstmord” am Starnberger See auf. Der Kini hat sich nicht umgebracht – er ist nur nach Hause gegangen. Die Antwort darauf, wo dieses “zu Hause” ist, hoffentlich demnächst in einem Kino in Ihrer Nähe…



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